Pressespiegel

 

Bruckners 5. Sinfonie am 6./7. Juli 2014 mit dem Staatsorchester Darmstadt:

 

"Dem Dirigenten und seinen aufmerksamen Musikern gelang es, die Aspekte der gewaltige Dimensionen erreichenden Großform und die Relationen der Binnenstrukturen zu durchleuchten, was auch dank Meisters exakter Beachtung dynamischer Entwicklungsfelder glückte. ... Eine hervorragende Leistung, die den Möglichkeiten größerer Häuser kaum nachstand."

 

"Martin Lukas Meister lässt in dieser Saison hier so viel zeitgenössische Musik spielen wie lange nicht mehr. Das gilt bis zuletzt: Vor Bruckners fünfte Sinfonie mit ihrer spätromantischen Wucht stellt er drei Stücke neueren Datums; zwei von Herbert Willi; eins von Anno Schreier. Der Mut zum Kontrast wird belohnt: starker Beifall für das Orchester, den Solisten und die anwesenden Komponisten. Am Ende, nach dem letzten Bruckner-Wirbel dann Ovationen im Stehen für den GMD. Den lassen viele im Publikum sichtlich schweren Herzens ziehen."

 

27. Januar 2014 zu Tristan (Wagner):

Begeisterung auch für den Dirigenten Martin Lukas Meister und die Instrumentalisten. Wie sich die Leidenschaft des Paars immer aufs Neue hochschaukelt, wie Wagners Motive sich wenden, drehen, orgiastisch steigern, um unaufgelöst ins nächste zu driften: Das malt Meister spannungsvoll aus. Er gestaltet einen transparenten, brillanten Gesamtklang, in dem die Details und Nuancen dieser ultra-romantischen Liebesmusik konturenscharf nachgezeichnet werden. ... Die großen Gefühle, das innere Drama: Davon erzählt an diesem Abend vor allem die Musik.

 

25. November 2013 zum Doppelabend Wozzeck (Gurlitt und Berg):

Hervorragend schnitt Martin Lukas Meister am Pult ab, der sich zusammen mit dem Staatsorchester Darmstadt mächtig ins Zeug legte und jeder der beiden Opern mit ungeheurer Brillanz und klanglicher Finesse zum Besten gab. Die Tongebung war über den ganzen Nachmittag hinweg überaus prägnant und wies jede Menge eindringlicher Akzente auf. Dramatischen Passagen wurde genauso viel Beachtung geschenkt wie den dynamisch fein abgestuften lyrischen Stellen der Partituren, die er sehr emotional ausdeutete. Wieder einmal wurde deutlich, dass Meister mit den Musikern in den letzten Jahren hervorragende Aufbauarbeit geleistet hat.

 

29. April 2013 zu Salome (Strauss):

Eine feine, farbig gefächerte Leistung bietet das Staatsorchester Darmstadt unter der Leitung von Martin Lukas Meister. Dem Dirigenten gelingt es, die kühnen Wendungen der Partitur scharf herauszuarbeiten, etwa die Schilderung der düsteren Zisterne, die Aufschreie Salomes, der Fluch des Propheten, die Mordszenen am Ende der Oper. Aber auch die für Strauss typischen, in Schönheit aufglühenden Passagen werden vom Orchester in genauer Abstimmung geboten, immer auf die Sänger konzentriert.

 

12. März 2013 zu Les Troyens (Berlioz):

Das Staatsorchester Darmstadt unter Martin Lukas Meister exponierte das hell timbrierte Martialische und die vorwärts stürmende Wucht Berlioz‘, aber auch die expressiv zerrenden und quälenden Intonationen, die im Preis jener Dialektik vorwärtsschreitender Zivilität inbegriffen sind. Man muss das gesehen und gehört haben.

 

14. Februar 2013 zu Walküre (Wagner):

Martin Lukas Meister dirigierte erst seine zweite Walküre überhaupt und machte das mit dem nicht nur zahlenmäßig, sondern auch qualitativ gut besetzten Staatsorchester Darmstadt bestens. In den reinen Orchesterstücken immer wieder Tempo und Intensität anziehend, was zu einem oft sehr plastischen Klangbild führte, ging er stets auf die SängerInnen ein und stellte große Harmonie zwischen Graben und Bühne her. Meister ist mit dieser Leistung sicher auf einem guten Weg zu einem wirklichen Meister, eine große Hoffnung am Dirigentenhimmel.

 

 22. Oktober 2012 zu La Forza del Destino (Verdi):

Das Staatsorchester Darmstadt unter der Leitung von Martin Lukas Meister nutzt die ihm gegebenen Möglichkeiten der Mitausdeutung ausgezeichnet. Meister befragt jedes Motiv auf seine Aussage, leuchtet seelische Innenräume bis in entlegene Winkel aus, lässt dabei dramatische Wucht niemals umkippen in Übertreibung. Das Premierenpublikum honoriert die grandiose Gesamtleisung mit enthusiastischem Applaus.

 

12. September 2012 zu Lontano/Daetwylers 1. Alphornkonzert/Alpensinfonie:

Eine Konzertsaisoneröffung des Staatsorchesters Darmstadt wie ein Donnerschlag. … Martin Lukas Meister gelang es überzeugend, allzu drastische Klangeffekte zugunsten struktureller Ausgewogenheit zu vermeiden. Insofern war es auch gerade die Subtilität der Feinabstimmung zwischen den Orchestergruppen, die an diesem Abend am meisten beeindruckte.

 

18. Juni 2012 zu Madama Butterfly (Puccini):

Dazu braucht es bei diesem Komponisten eines lupenreinen und pinzetten-genauen Zugriffs, den der brillante Martin Lukas Meister mit dem kammermusikalisch differenzierten Staatsorchester Darmstadt realisierte.

 

23. Mai 2012 zu Pini/Fontane di Roma (Respighi):

Meisters Bemühen, Musik  zwar differenziert zu entfalten und manchmal auch Grenzwerte auszuloten, jedes mögliche Abgleiten in pompöse Gefühligkeit oder prunkprotzende Leere aber auszublenden, wirkte sich wohltuend aus. … Nicht jeder Musikfreund liebt diese Stücke, doch in Meisters Interpretation erhilten sie die denkbar geeignetste Fürsprache.

 

7. November 2011 zu Lucia di Lammermorr (Donizetti):

Dieser Farbenreichtum wird vom Orchester in gleicher Weise ausgebreitet, und so stützen sich Sänger und Musiker in idealer Weise gegenseitig. Dirigent Martin Lukas Meister arbeitet die vielen lieblichen Motive, mit denen Donizetti das grausige Geschehen teils konterkariert, präzise heraus. Hier eine herausleuchtende Klarinette, dort eine schwebende Hornpartie, in der Wahnsinnsarie gar das halluzinatorische Singen der Glasharfe: ein traumschönes Klangbild, dessen Stimmungs- und Tempiwechsel Meister glänzend beherrscht."


20. Dezember 2010 zu Tod und Verklärung(R. Strauss) und Symphonie liturgique (Honegger):

Sehr präzise im formalen Aufbau, mit klar gestalteten Binnenstrukturen, gleichermaßen intensiv und expressiv gelangen dem Dirigenten und den in Bestform musizierenden Instrumentalisten auch die Interpretation der Tondichtung Tod und Verklärung. (zu Honegger:)Auch diese Musik erfuhr in den Händen Martin Lukas Meisters eine eindringliche Wiedergabe

 

29. November 2010 zu La Bohème(Puccini):

Martin Lukas Meister am Pult des Staatsorchesters Darmstadt setzt Puccinis Partitur differenziert um, mit Schlagkraft in den zupackenden und komischen Momenten, mit Innenspannung in den ausgreifenden lyrischen Passagen. Man hört viele Feinheiten der Instrumentation heraus, es wird ausdrucksvoll musiziert, ohne in falsche Sentimentalität zu verfallen.

 

15. September 2010 zu Figaro(Mozart):

Meisters Orchesterbehandlung mit ihren Tempoextremen und vor allem der exakten Beleuchtung aller Holzbläseranteile hoben diesen "Figaro" deutlich von aller Austauschbarkeit ab. Die klar herausgestellten Fagottpassagen, die präzise geführten Flöten stehen für einen pointierten Mozart von heute.

 

29. September 2009 zu Katja Kabanova (Janacek):

Das Staatsorchester unter der Leitung von Martin Lukas Meister trägt seinen Teil zum ansprechenden Gesamteindruck bei. Bemerkenswert sind sein umsichtiger Umgang mit den Eigenheiten und Tiefen der Harmoniesprache und die Sorgfalt, mit der die Wirksamkeit des Bühnengeschehens unterstützt wird.

 

18. Mai 2009 zu Till Eulenspiegel/Brahms 1. Sinfonie:

Unter der Leitung von Martin Lukas Meister, der zurzeit kommissarisch das Generalmusikdirektorenamt innehat, lieferte das Orchester mitreißende Interpretationen von Richard Strauss' und Johannes Brahms' Werken.

 

10. Februar 2009 zu Don Carlos (Verdi):

Martin Lukas Meister schärft die dunklen und tiefen Register der Partitur eindrucksvoll, und das Orchester des Staatstheaters folgt ihm dabei mit äußerster Präzision und eindringlicher, treffender Kühle.

 

10. September 2008 zu La Juive (Halévy):

Unter Martin Lukas Meister überbot sich das Staatsorchester Darmstadt in farbigem Feinschliff, sängerfreundlicher Durchhörbarkeit, vor allem aber in französischer Geschmeidigkeit und Klarheit.

 

19. Mai 2008 zur 4. Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy:

Geradezu federnd leicht und pulsierend interpretierte Meister die "Italienische". Temperamentvoll und zügig ging die Sinfonie vonstatten. Wie in einem Rausch zog dann die finale Tarantella vorüber, kaum dass sie begonnen hatte. Dirigent und Orchester waren sich für diese fulminante Leistung der Bravos am Ende des Konzerts sicher.

 

7. Mai 2008 zu Rigoletto (Verdi):

Martin Lukas Meister und das konzentriert aufspielende Staatsorchester reizen schon die dissonanten Akkorde zu Beginn mit Vehemenz aus, treiben die Spannung und Ausdrucksbreite, die im orchestralen Bereich nicht mehr nachlassen wird, sofort auf den Höhepunkt.

 

7 April 2008 zur 7. Sinfonie von Anton Bruckner:

Meister gestaltete dieses ausladende Werk mit einer Souveränität, als wäre er ein Spezialist für diese Musik. Was ihm und den Musikern gelang, dürfte gerade für junge Menschen alles andere als selbstverständlich sein: eine 70 Minuten währende Großform mit Leben zu erfüllen und ein riesig erscheinendes Adagio so souverän zu gestalten und atmen zu lassen, dass jeder Spannungsabfall vermieden wird.